Geld und Finanzen Im Griff

Automatisierte Steuererhöhungen

In den letzten Tagen konnte man einige Berichte zur "kalten Progression" bei den Steuereinnahmen lesen. Ausgelöst wurde diese Berichtswelle durch eine Anfrage der Linken an das Bundesfinanzministerium, um wieviel sich die Steuereinnahmen jedes Jahr durch die kalte Progressionen erhöhen. Das Ergebnis war mit 3 Milliarden Euro im Jahr deutlich höher als die meisten Experten vermutet hatten. Damit wirt der Wirtschaft und dem Konsum in Deutschland jedes Jahr mehr als 3 Milliarden entzogen. Das führt langfristig zu weniger Arbeitsplätzen durch wirtschaftliche Schwäche.

Zahlen auch Durchschnittsverdiener bald den Spitzensteuersatz?

Viel schlimmer ist es natürlich für die unteren Einkommensgruppen, denn hier verläuft der Anstieg des Steuertarif überproportional stark. Wenn man jetzt eine Lohnerhöhung erhält, dann muss man überproportional mehr Steuern zahlen, was das Nettoeinkommen wesentlich geringer steigen lässt, als die Bruttolohn Erhöhung verheißen hatte. Was bei dem eigenen Bruttolohn als Netto übrig bleibt kann man auf brutto-netto-gehaltsrechner.net ausrechnen. Hier kommt man zu Brutto-Netto-Gehaltsrechner.net.

Wenn gegen diese automatisierten Steuererhöhungen nicht gegengesteuert wird, dann wird es in 10 Jahren so sein, dass jeder Bundesbürger mit mittleren Einkommen seinen Lebensunterhalt kaum noch aus dem Nettogehalt bestreiten kann. Dann hat jeder Durchschnittsverdiener schon mit seinem Einkommen den derzeitigen Spitzensteuersatz erreicht!

11.4.13 14:13

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